Zeugnisse, Abschlüsse, Prüfungen

Zeugnisse

Am Ende eines jeden Schuljahres wird ein Zeugnis ausgestellt. Es enthält die Noten derjenigen Fächer, die im abgelaufenen Schuljahr erteilt wurden.
Die Zeugnisnoten sind also Jahresleistungsnoten, gebildet aus den Noten für die schriftlichen Leistungen und die sonstigen Leistungen. Das Zeugnis enthält ferner Angaben über Unterrichtsversäumnisse sowie eine Bemerkung über das Erfüllen oder Nichterfüllen der Leistungsanforderungen.
Die Leistungsanforderungen des abgelaufenen Schuljahres sind erfüllt, wenn in höchstens einem Fach die Note “mangelhaft” erteilt wurde.
Eine Nichtversetzung findet nicht statt, da Auszubildende nach Ablauf der vertraglichen Ausbildungsdauer das Recht haben, sich zur Prüfung zu melden, unabhängig davon, ob sie die letzte Klasse der Berufsschule erreicht haben oder nicht.
Das Abschlusszeugnis enthält die jeweils letzten Noten aller Fächer des Bildungsgangs, also auch die der vorzeitig abgeschlossenen,
sowie die Berufsschulabschlussnote, die aus den Noten des Abschlusszeugnisses errechnet wird.

Berufsschulabschluss

Der Berufsschulabschluss ist unabhängig vom Bestehen der Gesellenprüfung. Er ist der Abschluss eines staatlichen Bildungsganges, während die Gesellenprüfung eine Kammerprüfung in Wahrnehmung der Interessen des ausbildenden Handwerks ist.
Der Berufsschulabschluss wird erteilt, wenn die Leistungen auf dem Abschlusszeugnis in nicht mehr als einem Fach mangelhaft sind. Lässt sich diese Bedingung durch Beseitigen nur einer weiteren mangelhaften Leistung erfüllen, so ist eine Nachprüfung möglich.
Der Berufsschulabschluss ist Voraussetzung für den Besuch der Fachschule für Technik (Technikerfachschule z.B. für Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik)
sowie für den nachträglichen Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I .

Integrierter Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I

Der Berufsschulabschluss ist dem Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss nach Klasse 10 – gleichwertig.

Mit dem Berufsschulabschluss erwerben Schülerinnen und Schüler den Sekundarabschluss I – Fachoberschulreife -, wenn sie eine> Berufsschulabschlussnote von mindestens 2,5 erreichen,
die Gesellenprüfung bestanden haben und die für die Fachoberschulreife notwendigen
Englischkenntnisse nachweisen.

Zwischen- und Gesellenprüfung

Zwischen- und Gesellenprüfungen sind keine schulischen (staatlichen), sondern Kammerprüfungen, die vom örtlichen Prüfungsausschuss im Auftrag der Handwerkskammer abgenommen werden. Die Verbindung zur Berufsschule ist in der Person des Fachlehrers gegeben, der Mitglied des Prüfungsausschusses ist, sowie in den Prüfungsinhalten, die auch Lerninhalte der Berufsschule sind. Die fachtheoretischen und fachpraktischen Prüfungsaufgaben werden nach derzeitiger Praxis in Kooperation zwischen den örtlichen Prüfungsausschüssen in Borken, Bocholt und Ahaus unter Mitwirkung der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Westmünsterland Ahaus zusammengestellt. Mehr Informationen zur Zwischen- und Gesellenprüfung gibt es hier.

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